13 Tipps zum Mitschreiben der Vorlesung
Generell sollte man beim Mitschreiben der Vorlesung immer beachten: je besser die Mitschrift strukturiert ist, umso besser kann man die enthaltenen Informationen für sich nutzen und umso leichter fällt später die Reinschrift der Notizen. Im Folgenden stehen nun einige Tipps, wie man die Organisation der Mitschriften durchführen kann, um dieses Hilfsmittel des Studiums optimal für sich zu nutzen.
- Die Wahl der richtigen Blätter
Sicherlich ist es vorteilhaft, Collegeblöcke zu verwenden, da hier keine Blätter verloren gehen können. Für eine Mitschrift sollte man jedoch lieber auf lose Blätter oder einen normalen Block zurückgreifen. Dies vor allem aus dem Grund, da man die Blätter später besser sortieren kann und zudem die Versuchung, Vorder- und Rückseite des Blattes zu verwenden, besser widersteht. Lose Blätter sollten in einem Ordner oder einer Mappe aufbewahrt werden. Je nachdem, welche Vorgehensweise individuell am praktikabelsten erscheint, kann man einen zentralen Ordner für das Semester oder aber mehrere themenbezogene Ordner verwenden. Es ist sehr sinnvoll, den Ordner mit zur Vorlesung zu nehmen, damit die aktuelle Mitschrift sofort eingeheftet werden kann. - Beschriftung
Auch wenn man sich später für eine thematische Ordnung entscheidet, ist es sinnvoll, die Mitschrift auf der ersten Seite mit einem Datum, dem Thema der Vorlesung und eventuell auch mit dem Namen des Dozenten zu versehen. Dies erleichtert zum einen die spätere Ausarbeitung und die Einsortierung in das passende Themenfeld. Zudem sollte man die einzelnen Blätter der Mitschrift durchnummerieren, um später den Überblick über die einzelnen Sinnabschnitte nicht zu verlieren. - Rückseiten freilassen
Sicherlich ist es sparsamer, Vorder- und Rückseiten zu beschreiben, doch vor allem für spätere Rechercheergebnisse ist es sinnvoll, diese Informationen passend zu den Inhalten der Vorlesung notieren zu können. Hierfür sollte man die jeweilige Rückseite der Mitschrift freilassen, um zum jeweiligen Abschnitt spätere Informationen zuzufügen. - Eigene Notizen abgrenzen
Die meisten Vorlesungen sind vollgepackt mit relevanten Informationen. Zudem kommen dann noch Kommentare, Bemerkungen, Fragen und eigene Notizen, die man zufügt. Um die Aussagen des Dozenten nicht mit eigenen Notizen zum Thema zu vermischen, ist es notwendig, dass beides strikt voneinander getrennt wird. Dies kann wahlweise durch genaue Kennzeichnung oder farbliches Hinterlegen passieren. Wichtig ist, dass man ein Mittel findet, die Fachinformationen von eigenen Gedanken und Notizen zu trennen. - Planvolle Struktur
Die beste Mitschrift ist sinnlos, wenn die Informationen wahllos auf mehreren Blättern notiert sind und man bei der Reinschrift den Kontext suchen muss. Umso wichtig ist, dass man eine durchdachte Blattstruktur entwickelt. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass man Notizen generell erst nach Beendigung eines Sinnabschnitts anfertigt und nicht, während der Dozent spricht. Markierungen, farbliche Unterlegungen sollten strukturiert werden, sodass man bestimmte Komponenten schon an der Markierung erkennen kann. - Überschriften sind wichtig
Wichtig ist, dass das Thema mit allen Unterthemen notiert ist. Dies erleichtert zum einen die spätere Wiederholung als auch das Einordnen in einen komplexen Themenzusammenhang. Zudem werden viele Informationen oder Hinweise auch auf Schautafeln, Folien oder an der Tafel gegeben. Aus diesem Grund sollte man auch diese Überschriften notieren. Wichtig ist, dass man auch hier die Notizen so anfertigt, dass man sie später inhaltlich in den Verlauf der Vorlesung eingliedern kann. Hierzu gehört auch, dass man nicht nur isolierte Schlagwörter sondern die komplette Überschrift notiert. - Aufbau des Blattes
Sicherlich will man so viele Informationen wie möglich auf einer Seite verarbeiten. Doch man sollte nicht außer Acht lassen, dass man später vielleicht noch neue Informationen einarbeiten muss. Auch wenn man Fragen notiert, sollte man genügend Platz lassen, um auch die Antworten notieren zu können. Aus diesem Grund sollte man die Zeilen nicht bis zum Blattrand beschreiben und auch zwischen den einzelnen Abschnitten der Mitschrift Platz lassen. Je mehr Platz man lässt, umso einfacher ist es, Zusatzinformationen an der richtigen Stelle einzufügen und somit die Struktur der Mitschrift beizubehalten. - Kerninformationen notieren
Die Kerninformationen sind die absolut wesentlichen Aussagen, die ein Dozent während einer Vorlesung macht. Diese Kerninformationen sind die wichtigsten Informationen, die man aus der Vorlesung ziehen kann und gehören daher unbedingt in die Mitschrift. Um die Kernaussagen jederzeit zu finden und nicht zu vergessen, ist es ratsam, diese mit einem Textmarker zu markieren. Je mehr die Kernaussagen ins Auge springen, umso besser kann man bei der Reinschrift und der Wiederholung das Wissen um diese Kernaussagen aufbauen und somit die Vorlesung optimal nutzen. - Der Umgang mit Quellen und Fachbegriffen
Jede Vorlesung beinhaltet das Benennen von Fachleuten, Fachbüchern und Fachbegriffen. Diese Informationen sind für jeden Studenten von großer Bedeutung, daher gehören sie auf jeden Fall in die Mitschrift. Auch hier sollte man für spätere Recherchen die Informationen optisch hervorheben. Dazu gehört, dass man bei Fachbegriffen genügend Platz für Erläuterungen lässt, dass man Quellenangaben so genau wie möglich angibt und bei Fachleuten auch Zusatzinformationen notiert, die dafür sorgen, dass man hinterher die Bedeutung der Personen nachvollziehen kann. - Schaubilder und Diagramme skizzieren
Nicht immer besteht eine Vorlesung ausschließlich aus Text. Oftmals werden wesentliche oder unterstützende Inhalte auch mittels Schaubildern oder Diagrammen vermittelt. Diese Informationen gehören selbstverständlich auch in die Mitschrift. Wichtig ist, dass man diese Schaubilder, Diagramme oder Tabellen nur grob skizziert. Der Inhalt muss exakt übertragen werden, die Ausarbeitung kann in der Reinschrift erledigt werden. Wichtig ist, dass man eine exakte Beschreibung durchführt und das klar ist, zu welchem Unterthema das Schaubild oder die Tabelle gehört. Sie muss am richtigen Platz in der Mitschrift erscheinen und sollte ggf. auch mit einer Überschrift oder einem Untertitel bezeichnen werden. Sind Quellen vorhanden, so sollte man auch diese vermerken. - Einordnen in die Unterlagen
Eine Mitschrift muss den passenden Platz in der Summe der Mitschriften finden. Selbst wenn man zu Beginn ein Datum angegeben hat, so empfiehlt es sich, die Mitschriften in einem Ordner nicht nach Datum, sondern nach thematischen Gesichtspunkten zu ordnen. Dies gilt vor allem für die Reinschriften. Denn in der Regel lernt man in einem thematischen Zusammenhang. Wenn die Mitschriften entsprechend einsortiert sind, wird der thematische Kontext klarer und die Wiederholung des Stoffes ist besser strukturiert. - Mitschriften ersetzen keine Reinschrift
Egal, wie viel Mühe man sich mit dem Aufbau und dem Inhalt der Mitschrift einer Vorlesung gegeben hat: Es sind Notizen, die ausgearbeitet werden müssen. Da die Notizen nur ein Gerüst sind, muss man die Reinschrift so schnell wie möglich anfertigen, um die Notizen auch wirklich nachvollziehen zu können. - Festes Schema beibehalten
Wenn man sich ein bestimmtes Schema erarbeitet hat, anhand dessen man die Mitschriften anfertigt, sollte man dieses Schema während des gesamten Studiums in jeder Vorlesung beibehalten. Wenn jede Mitschrift denselben strukturellen Aufbau aufweist, ist es leichter, sich den Inhalt zu verdeutlichen.