Mitschrift
Tipps während der Vorlesung
Während einer Vorlesung wird es immer wieder passieren, dass man während des Hörens plötzlich auf eine Frage stößt, der man später nachgehen will oder die man am Ende der Vorlesung an den Dozenten stellen möchte. In diesem Fall sollte man die Mitschrift nutzen, diese Fragen zu notieren. Zum einen kann man sicher stellen, dass man beim Gespräch mit dem Dozenten später keine Frage vergisst. Zum anderen hat man eine Gedächtnisstütze für spätere Recherchen in der Bibliothek, mit Kommilitonen oder im Internet. Gespräche mit dem Dozenten zum Ende einer Vorlesung sind dazu geeignet, Fragen zu klären. Hat man die Fragen notiert, kann man die Beantwortung direkt darunter schreiben und hat somit eine gute Grundlage für die nächste Wiederholung des Stoffes.
- Tipp: Selbstverständlich kann man
auch auf Mitschriften anderer Studierender zurückgreifen. Vor allem im
Internet findet man immer wieder Mitschriften bestimmter Vorlesungen oder
zu einem bestimmten Thema.
- Diese Mitschriften sind dann hilfreich, wenn man
Grundlagenwissen auffrischen oder ein bestimmtes Thema selbständig
erarbeiten will. In einigen Fällen sind die Mitschriften hier sogar
überarbeitet worden, sodass man zahlreiche weitere Informationen erhält,
die während der eigentlichen Vorlesung nicht zur Sprache gekommen sind.
- Auf diese Weise werden z. B. auch
Informationen vermittelt, die ein Dozent nicht weitergibt, da seine
Vorlesung einen anderen Aufbau hat oder man an einer anderen Universität
studiert. Somit profitiert man perfekt vom Wissen anderer Studiengänge und
anderer Universitäten. Dies gilt nicht nur für die Informationen aus
nationalen Universitäten. Dank der öffentlichen Mitschriften im Internet
steht einem Studenten das Wissen der internationalen Universitäten
kostenfrei zur Verfügung, das er dann nur in seine eigenen Notizen
einfließen lassen muss, um konzentriert und zielgenau zu lernen.
Wer studiert, benötigt sehr viele Fachbücher, nicht alle werden offiziell angegeben, die meisten werden während einer Vorlesung vom Dozenten erwähnt. Da es sehr schwierig ist, sich Titel oder Autoren von mehreren Fachbüchern zu merken, kann man die Mitschrift dazu verwenden, sich interessante oder wichtige Fachbücher zu notieren. Dasselbe gilt auch für Aktenzeichen von Gerichtsurteilen oder für Studien, die veröffentlich wurden. Die Wissensinhalte eines Studiums setzen sich aus mehr Quellen zusammen als nur aus Vorlesungen und bekannt gegebenen Fachbüchern. Die meisten Quellen werden in einer Vorlesung benannt. Wer hier genau aufpasst und die Quellen notiert, hat im Nachhinein ein weites Spektrum für seine Recherchen zur Verfügung, ohne sich die Quellen selbst erarbeiten zu müssen und kann damit effektiver lernen.
Wenn
man die Mitschrift ordnungsgemäß anfertigt, kann sie eine wertvolle Hilfe für
Wiederholungen oder weiterführende Recherchen sein. Beim Durchlesen der
Mitschrift ergibt sich der eine oder andere Aspekt, der für eine neue Recherche
und somit für die Erweiterung des Fachwissens sorgt. Die Tatsache, dass man
praktisch eine Zusammenfassung des gerade Gehörten anfertigt, ist gleichsam als
erste Wiederholung zu verstehen. Hier zeigt sich bereits, ob man dem Thema der
Vorlesung folgen konnte, wo Vertiefungen in die Terminologie oder den
Fachbereich notwendig sind. Auch Lücken in den Grundlagen eines Fachs
offenbaren sich hier oftmals, sodass auch für Wiederholungsarbeiten
vorangegangenen Stoffs hilfreiche Anreize gegeben werden.
- Achtung: Zuhören und Mitdenken sind
die Grundlagen für eine vernünftige Mitschrift.
- Die Mitschrift als Gerüst für spätere Arbeiten zu
verwenden kann den Lerneffekt verstärken und zugleich die Zeit verringern,
die man zum Wiederholen des Stoffs, zur Klärung von Fragen und zur
intensiven Vorbereitung auf Klausuren und Hausarbeiten aufwenden muss.
Damit
sind Mitschriften ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit des
Studiums und genauso wichtig wie die regelmäßigen Lernstunden und die
Recherchen in den Fachbüchern der Bibliothek.